Frühkindliche Betreuung: Große Unterschiede in den Bundesländern
Eine Studie der Bertelsmann Stiftung belegt, dass in Deutschlands 16 Bundesländern die Betreuungssituation von Kleinkindern sehr stark variiert. Grundsätzlich gibt es einen großen Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland. Während in den neuen Bundesländern wesentlich mehr Betreuungsplätze zur Verfügung stehen, ist in den alten Bundesländern die Qualität des Betreuungsangebotes besonders löblich.
Zwar haben die Länder in der letzten Zeit mehr in die Kinderbetreuung investiert, jedoch gibt es noch viel Potential für weitere Verbesserungen. Sachsen-Anhalt nimmt im Vergleich zu den anderen Bundesländern eine herausragende Rolle ein: Hier besuchen zehn Prozent der Kinder unter einem Jahr eine Einrichtung, bei den Einjährigen sind es 60 Prozent, bei den Zweijährigen 85 Prozent und bei den Dreijährigen 94 Prozent. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in Sachsen-Anhalt ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz von Geburt an besteht.
Die Studie hat außerdem gezeigt, dass sich die Ausgaben der Länder für die frühkindliche Bildung und Betreuung ebenfalls sehr stark unterscheiden. Zum Beispiel investieren Schleswig-Holstein und Niedersachsen nur 37% der Summe, die Berlin ausgibt für Bildung und Betreuung seiner jüngsten Mitbürger.